30 Jahre Rumpelfilzchen: Vom ersten Markt bis heute
- rumpelfilzchen
- 2. März
- 2 Min. Lesezeit
Im November 1996 habe ich mich für den Kunst- und Kreativmarkt in Worblingen angemeldet. In der Hartberghalle zwischen Socken und Gestecken mit einer sehr geringen Standgebühr. Damals waren es noch genähte Blumenkinder. Die Gesichter und Hände aus Trikotstoff, die Kleidchen und Blüten aus Industriefilzplatten, liebevoll gearbeitet.
Ich war nervös vor meinem ersten Markt. Würde jemand stehen bleiben? Würde jemand verstehen, was ich da mache?
Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Es war ein Riesenerfolg. Am Ende des Tages war ich fast ausverkauft. Die Menschen waren fasziniert. Ich habe erlebt, wie mir die Blumenkinder förmlich aus den Händen genommen wurden. So etwas hatte es in unserer Region noch nicht gegeben. Solche Figuren hatte man hier noch nicht gesehen.
Ich ging nach Hause – müde, überwältigt, glücklich. Und mit der Gewissheit: Das hier ist mehr als ein Hobby.

Kleine Märkte, große Schritte
Nach Worblingen schaute ich mich um. Welche Märkte gibt es noch? Wo darf ich meine Figuren zeigen? Zuerst waren es kleine Märkte in kleinen Dörfern. Um einen Anfang zu schaffen und keine weiten Fahrwege zu haben. Der Martinimarkt in Singen wurde bald zu einer festen Größe. Dann Märkte in Bad Dürrheim. Der Kunsthandwerkermarkt im Franziskanermuseum Villingen. Mit jedem Markt wuchs etwas in mir. Nicht nur Erfahrung. Sondern Sicherheit. Das hier trägt. Und ich trage es weiter. Es kamen weitere Orte dazu. Öhningen. Engen. Tuttlingen. Arlen. Ludwigshafen. Berlin-Frohnau. Rastatt. Konstanz.
Ein Markt ist mir besonders in Erinnerung geblieben: die „Weibliche Welt“ in Feldkirch. Von dort aus gingen meine Figuren weiter auch in die Schweiz. Zum Koffermarkt in Schaffhausen. Ich hätte mir 1996 nie vorstellen können, dass meine Figuren einmal Landesgrenzen überschreiten würden.

Nicht nur ausstellen – Räume schaffen
Ein weiterer Schritt war der Allerhand-Markt im G2 Event in Gottmadingen. Gemeinsam mit meiner Freundin Elli habe ich ihn mitorganisiert. Nicht nur ausstellen. Sondern gestalten. Räume schaffen für Handwerk. Für Dinge, die mit den Händen entstehen – und mit Menschen weitergehen. Weitere feste Stationen kamen hinzu: Die Ammann Baumschule in Steißlingen, im Gewächshaus zwischen Pflanzen und anderen Austellern. Der Radolfzeller Christkindlmarkt – Winter, Lichter, Kälte an den Fingern. Und Filz, der wärmt. Jeder Markt hatte sein eigenes Licht. Seine eigene Stimmung. Seine eigenen Begegnungen.

Wenn ich heute zurückblicke
Was 1996 in einer Halle zwischen Socken und Gestecken begann, wurde zu einem Weg. Nicht jeder Markt war leicht. Nicht jedes Jahr war einfach. Nicht immer spielte das Wetter mit, auch Regen und Stürme begleiteten mich. Hitze trieb den Schweiß hervor.
Heute weiß ich: Es war nie nur der Verkauf. Es war Begegnung. Verbindung. So begann alles. Und so geht es weiter.

Timeline – Wichtige Stationen
1996 – Erster Kreativmarkt in Worblingen
1997 – Martinimarkt Singen wird feste Station
2003 - Kunsthandwerkermarkt in Öhningen
2006 – Kunsthandwerkermarkt im Franziskanermuseum Villingen
2007 - Bad Dürrheim wird feste Station
2007–2008 – Märkte inTuttlingen, Rastatt, Berlin-Frohnau
2012 – Feldkirch und Koffermarkt Schaffhausen (Österreich und Schweiz)
2014 – Allerhand-Markt in Gottmadingen (Mitorganisation) wird feste Station
2018 – Koffermarkt Konstanz
2023 – Radolfzeller Christkindlmarkt und Reichenau werden feste Stationen
2023–2025 – Märkte in Steißlingen und Mühlhausen


Ja liebe Tina, genau das war es: Begegnung. Verbindung. Ich bin so glücklich, dass ich dich und deine Filzkinder (ich glaube zum ersten Mal auf dem Markt in Bad Dürrheim, nachdem wir 2 Figuren zu unserer Hochzeit geschenkt bekommen haben) kennenlernen durfte. Ihr begleitet mich seit vielen Jahren und macht jeden Tag ein bisschen fröhlicher 😊 Vielen Dank für deine kreativen und wundervollen Schöpfungen!